ISN-News


Hier finden Sie weitere Informationen von der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V.
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10.03.2010

MV: Greifen-Fleisch neu aufgestellt

Greifen-Fleisch hat seine Produktion neu organisiert und damit dem neuen Portfolio angepasst.   Weniger Frischfleisch und mehr veredelte Produkte stehen künftig im Fokus des Unternehmens im vorpommerschen Greifswald.   In den Produktionsabläufen musste auf die Umschichtung reagiert werden. Immerhin entfielen auf Frischfleisch rund 40 Prozent des Volumens, erklärte Geschäftsführer Walter Kienast gegenüber der Lebensmittel Zeitung. Reagiert hat das Unternehmen nun mit einem kompletten Umbau der Produktionsfläche, der – bei laufendem Betrieb – im vergangenen Jahr weitgehend abgeschlossen werden konnte.   Neugestaltung des Warenflusses   Wie Kienast erläutert, seien bei dem Umbau vor allem zwei Ziele verfolgt worden: die Neugestaltung des Warenflusses entsprechend den Erfordernissen der Wurstproduktion sowie die Schaffung von Kühlkapazität im Bereich der Auslieferung. „Diesen Prozess haben wir nun zu etwa 75 Prozent umgesetzt“, sagt Kienast. Die verbleibenden Schritte sollen in den kommenden Monaten erfolgen. Eine Vergrößerung der Kapazität oder gar eine Ausweitung der Produktionsfläche sei nicht geplant. Parallel zu dem Umbau wurde die erste Zertifizierung nach IFS-Standard verfolgt, die im September geschafft war.   Nach dem Abschluss dieser für Greifen-Fleisch wichtigen Schritte will sich das Unternehmen auch wieder mehr der Entwicklung neuer Produkte widmen. Wie Kienast erklärt, stünden dabei Trends wie Gesundheit und Wellness im Vordergrund. Auch Produkte mit Omega-3 könnten dabei wieder eine Rolle spielen.   Zufriedenstellendes Geschäftsjahr 2009   Das Geschäftsjahr 2009 war für das Unternehmen zufriedenstellend mit einem Umsatzzuwachs von drei Prozent. Größte Kundengruppe ist der Discount mit einem Anteil von etwa 40 Prozent. Der LEH macht ungefähr 30 Prozent aus.   Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 10/2010
 
10.03.2010

Fleischer mit leichtem Ertragsplus

Uneinheitlich sind im Fleischerhandwerk 2009 die Geschäfte gelaufen. Während kleinere Betriebe zumeist Einbußen hinnehmen mussten, erzielten die größeren mehrheitlich leichte Zuwächse, berichtet fleischwirtschaft.de
Über alle Betriebstypen und -größenklassen hinweg ergibt sich ein leichter Umsatzrückgang von etwa einem Prozent. Dabei wirkte sich vor allem das letzte Quartal 2009, nach teilweise sogar positiven Umsatzzahlen zu Jahresbeginn, mit etwas über zwei Prozent Rückgang negativ auf das Gesamtergebnis aus.

Ertrag leicht verbessert Nach vorläufigen Erhebungen des Deutschen Fleischer-Verbands (DFV) hat sich die Ertragssituation der Fleischer-Fachgeschäfte dank deutlich niedrigerer Schlachtvieh- und Rohstoffpreise und annähernd stabilen Personalkosten leicht verbessert. Insgesamt sank der Materialeinsatz 2009 von 45,8 auf 43,4 Prozentpunkte. In der Umsatzgröße zwischen 500.000 und 750.000 Euro lag das Betriebsergebnis mit 13,7 Prozent um 0,9 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert.

Trend zu größeren Betrieben Ein Trend, der sich weiter fortsetzt, ist der zu größeren und leistungsfähigeren Betrieben. Im Jahresdurchschnitt waren im Fleischerhandwerk nach Schätzungen des DFV etwa 151.000 Personen beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr sind das 1.500 Beschäftigte beziehungsweise ein Prozent weniger als 2008. Mit 26.523 Verkaufsstellen bleibt das Fleischerhandwerk die zahlenmäßig stärkste Anbietergruppe von Fleisch und selbst produzierten Fleischerzeugnissen.
Quelle: afz - allgemeine fleischer zeitung 10/2010

Frikadelle
 
10.03.2010

Kanadas Schweinebestände erreichen 2010 Tiefststand

Kanadas Schweinebestände haben im Januar 2010 mit 11,6 Mio Tieren ihren tiefsten Stand seit zwölf Jahren erreicht. Gegenüber dem Januar 2009 war die Tierzahl erneut um 4,5% gesunken und soll bis zum Jahresende 2010 noch weiter zurückgehen, prognostiziert ein Attache-Bericht des US-Agrarministeriums. Auch der Zuchttierbestand ist im gleichen Zeitraum um 4,3% zurückgegangen. Kanadas Regierung hatte angesichtsder schlechten Schweinepreise ein Übergangsprogramm für Schweinehalter aufgelegt, das in vier Zügen den Zuchtsauenbestand um insgesamt 250.000 Tiere verringern sollte. Das Programm umfasst  Mittel von 75 Mio CAD und fordert im Gegenzug für die Beihilfen keine Wiederaufstallung für den Zeitraum von drei Jahren. Der letzte Programmabschnitt soll im März umgesetzt werden. Die Anzahl der Schweine haltenden Betriebe ist Ende 2009 auf 7.360 gesunken, während aber gleichzeitig die Zahl der gehaltenen Schweine je Betrieb um 6,7% stieg. Dies deute auf ein zunehmendes Ausscheiden von Mischbetrieben hin, so der Bericht. Auch in der nachgelagerten Industrie mache sich eine geringere Zahl von Unternehmen bei einem gleichzeitigen Wachstum der verbliebenen Verarbeiter bemerkbar.

Die Exporte von kanadischen Schweinen erreichten 2009 demnach knapp 6,4 Mio Tiere und lagen damit um 32% unter dem Vorjahr. Angesichts des starken Kanadischen Dollars erwartet der Bericht auch für 2010 nur Exporte von 6,0 Mio Tieren. Der Export von Schweinefleisch belief sich 2009 auf 1,12 Mio t und soll im laufenden Jahr leicht auf 1,13 Mio t steigen. Hier führte der Attache-Bericht die Wiedereröffnung des chinesischen Markes für kanadische Ware sowie allgemeine Erwartungen an, dass der weltweite Schweinefleischverbrauch mit dem Rückgang der Finanzkrise wieder steigen soll. Die kanadische Schweineerzeugung 2010 sieht das kanadische Statistikamt unverändert bei 28 Mio Tieren, davon sollen 21,2 Mio Schweine geschlachtet werden (Vorjahr: 21,8 Mio Tiere). Der kanadische Verbrauch war 2009 auf Grund von Unsicherheiten bezüglich der „Schweinegrippe“H1N1 etwas gesunken. Da aber die Schweinefleischpreise im laufenden Jahr niedrig bleiben sollen, erwartet der Attache-Bericht für 2010 wieder einen leicht steigenden Verbrauch in Kanada, so Dow Jones.

Kanada
 
10.03.2010

Sanofi-Aventis und Merck & Co wollen Tiermedizin zusammenlegen

Der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis und sein US-amerikanischer Konkurrent Merck & Co wollen ihr Geschäft mit Tiermedizin zusammenlegen und zu einem der führenden Akteur in dem rund 19 Mrd. Dollar schweren Markt aufsteigen, meldet handelsblatt.com.

Geplant sei ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem beide Konzerne jeweils zur Hälfte beteiligt sein sollen, teilte Sanofi-Aventis am Dienstag in Paris mit. Bei Sanofi-Aventis ist derzeit die Tiermedizin in der Tochter Merial und bei Merck in Intervet/Schering-Plough gebündelt.
 
10.03.2010

„Schweizer Fleisch“ soll bekannt wie Schweizer Käse und Schokolade werden

Ein sehr ehrgeiziges Ziel hat sich Proviande, die Branchenorganisation der Schweizer Fleischwirtschaft, gesetzt. Wie die Organisation am vergangenen Freitag in Bern erklärte, ist es ihr langfristiges Ziel, dass „Schweizer Fleisch“ im Ausland eine Popularität wie Schweizer Käse oder Schokolade erlangt. Dazu werde man die Auslandsaktivitäten 2010 weiter vorantreiben, kündigte Proviande an. Es gehe darum, die Bekanntheit der Marke „Schweizer Fleisch“ im Handel zu steigern. Eine der aufmerksamkeitsstärksten Aktionen werde der Messeauftritt auf der InterMeat in Düsseldorf sein, sagte Proviande-Direktor Heinrich Bucher, berichtet Agra-Europe.

„Gemeinsam mit den Firmen Ernst Sutter AG, Micarna SA und Orior Deutschland GmbH wollen wir uns einem internationalen Fachpublikum präsentieren, dabei gezielt Verbindungen zu Entscheidern aus dem Handel aufbauen und bestehende Kontakte vertiefen“, erklärte Bucher. Neben einer umfassenden Begleitkommunikation plane Proviande, sich aktiv zu präsentieren. Dazu zähle die Beteiligung an der Sonderschau „Nachhaltigkeit & CSR“ genauso wie ein Engagement auf der Messeparty „InterLive“. Unter dem Projekttitel „Infostelle Schweizer Fleisch“ sei außerdem für 2010 eine weitere Informationsplattform von Proviande in Arbeit, berichtete der Direktor der Branchenorganisation. Fester Bestandteil sei zum einen die Website www.swiss-meat.com, die in den kommenden Monaten stetig erweitert werde. Zudem sei geplant, eine Auskunfts- und Informationsstelle einzurichten. Damit solle internationalen Medienschaffenden die Möglichkeit gegeben werden, sich schnell und umfassend zu aktuellen Themen rund um die Schweizer Fleischbranche zu informieren und ihre Fragen von Experten beantworten zu lassen.


Bucher betonte, für die Schweizer Fleischspezialitäten werde nur erlesenes Rohmaterial verarbeitet, dessen Herkunft aufgrund einer Tierverkehrsdatenbank bis auf den Betrieb zurückverfolgt werden könne. Das zum EU-Lebensmittelrecht äquivalente Schweizer Lebensmittelgesetz und unabhängige Kontrollen sorgten für die Sicherheit beziehungsweise die hohe Qualität der traditionellen Schweizer Fleischprodukte wie beispielsweise Walliser Trockenfleisch oder Bündner Rohschinken, so Agra-Europe.


Schweizer Flagge Gif
 
10.03.2010

Frankreich: Schweinehalter setzen auf aktualisiertes Herkunftslogo

Angesichts der seit mehreren Jahren andauernden Vermarktungsprobleme wollen die französischen Schweineproduzenten das Herkunftslogo Viande Porcine de France (VPF) durch die Einbindung aller Branchenmitglieder stärker nutzen und gleichzeitig aktualisieren, berichtet Agra-Europe. Darauf haben sich der zuständige Fachverband (FNP), die für Vieh und Fleisch zuständige genossenschaftliche Dachorganisation Coop de France Bétail et Viande und der für den Groß- und Einzelhandel zuständige Dachverband (FCD) verständigt.

Nach wie vor nicht mitziehen wollen jedoch bislang die Charcuterieund Wurstwarenhersteller, die zwar 75% der französischen Produktion verarbeiten, allerdings weiterhin frei entscheiden wollen, woher sie ihre Rohstoffe beziehen. FCD-Präsident Jérôme Bédier äußerte ebenso wie Coop de France Bétail et Viande den Wunsch, die Charcuterie- und Wurstwarenhersteller für eine erweiterte Nutzung des VPF-Logos mit ins Boot zu ziehen. Neben den positiven Aspekten einer Identifizierung und Rückverfolgbarkeit sei das Logo zukunftsorientiert, zumal sich einige Vorgaben auch am Wohlbefinden der Tiere orientierten, argumentierten die Genossenschaften.

Zugleich bestätigte der FNP bei dem Treffen der Branche, dass bereits heute 98% der französischen Schweinebetriebe nach den Vorgaben des Qualitätssiegels VPF produzierten und strengen unabhängigen Kontrollen unterworfen seien. Um den bisherigen Widerstand der Charcuterie- und Wurstwarenhersteller zu brechen, hoffen die übrigen Branchenvertreter nun auf das neue landwirtschaftliche Modernisierungsgesetz. FCD-Präsident Bédier bekräftigte die Absicht, anlässlich der Parlamentsberatung der Gesetzesnovelle, im Mai eine obligatorische Kennzeichnung für alle Fleischwaren zu beantragen, deren Rohstoff zu mehr als 50% aus heimischer Produktion stamme. Außerdem bestätigte der FNP die Finanzierung einer Kommunikationskampagne über das Qualitätslogo in der regionalen Tagespresse vom 26. Februar bis 3. März, die ausschließlich von den Schweinehaltern finanziert werde, wobei deren Know-how im Mittelpunkt stehe. „Wenn es uns gelingt, das Qualitätslogo aufzuwerten und den Verbraucher zu mobilisieren, wird auch die Industrie in die Pflicht genommen, das Logo zu nutzen. Andernfalls macht sie einen Fehler, nicht auf verbrauchernahe Erzeugung zu setzen“, meinte FNP-Präsident Jean-Michel Serres, so Agra-Europe.


Frankreich
 
09.03.2010

Landwirtschaftszählung 2010: Zur Teilnahme verpflichtet

Daten sind geheim und dienen nur der statistischen Auswertung   Nach zehn Jahren findet jetzt wieder eine Landwirtschaftszählung statt. Dazu erhalten 50.000 Landwirte in Niedersachsen in den nächsten Tagen einen entsprechenden Fragebogen von ihrer Gemeinde. Ziel der in über 100 Staaten der Welt durchgeführten Zählung ist es, aktuelle und verlässliche Daten über die weltweite Landwirtschaft zu erhalten. Sie geben wichtige Hinweise für zukünftige politische Entscheidungen und sind gleichzeitig Gratmesser für den Erfolg zurückliegender Beschlüsse.   Alle Betriebe, die mindestens fünf Hektar Landwirtschaftliche Fläche (LF) bewirtschaften, eine Mindestanzahl an Tieren halten oder eine Mindestfläche an Sonderkulturen bewirtschaften, sind zum Ausfüllen der Fragenbögen verpflichtet. Abgefragt werden Daten zur Bodennutzung und zum Viehbestand. Ferner sind Angaben zu Arbeitskräften, Eigentums- und Pachtverhältnissen, zur Hofnachfolge, zum Erwerbscharakter (Haupt- oder Nebenerwerb) und zur Bewässerung zu machen. Eine kleine Stichprobe von Betrieben wird noch zu Bodenbearbeitung, Fruchtfolge, Erosionsschutz, Landschaftselementen, Stall- und Weidehaltung sowie Anfall, Lagerung und Ausbringung von tierischem Wirtschaftsdünger befragt.   Zur Vereinfachung des Verfahrens können Daten der Agrarverwaltung zum Teil direkt übernommen werden. Stichtag für die Erhebung ist der 1. März. Alle gewonnenen Informationen unterliegen der strikten Geheimhaltung. Das Zahlenwerk darf nicht an Dritte weitergegeben werden und dient ausschließlich der statistischen Auswertung.   Neben Deutschland sind alle EU-Länder zur Teilnahme an der, auch als Agrarzensus bezeichneten, Landwirtschaftszählung 2010 verpflichtet. In Niedersachsen obliegt die Datenerhebung vor Ort den Städten, Samtgemeinden und Gemeinden. Verantwortlich für die Durchführung ist der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) in Hannover, das die ermittelten Zahlen auch verrechnet.   Landwirtschaftszählungen finden alle zehn Jahre in den von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) benannten Staaten statt. Weitere Informationen, darunter die digitalisierten Erfassungsbögen, gibt es auf der Homepage des LSKN (www.lskn.niedersachsen.de). Auch das Statistische Bundesamt hat Informationen zur Zählung im Internet unter www.landwirtschaftszaehlung.de bereitgestellt.   Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen
 
 
09.03.2010

Schadnager kosten das Fünffache der Teilnahme Deutschlands an der Fußball-WM

Anlässlich des  Tages der gesunden Ernährung weist die Fördergemeinschaft Nachhaltige Landwirtschaft e.V. (FNL) auf ein wenig beachtetes Problem hin: Schäden, die zum Beispiel durch Mäuse und Ratten in den Lägern der Bauern in Deutschland angerichtet werden.   Jedes Jahr werden so Lebensmittel im Wert von über 100 Millionen Euro vernichtet – fünf mal so viel, wie dem deutschen Team die Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Südafrika kostet. Dieses Problem könnte bald noch wesentlich akuter werden. Im Europaparlament wird derzeit über eine Änderung der Gesetzgebung nachgedacht, die den Einsatz von Rodentiziden (Mitteln zur Bekämpfung von Ratten und Mäusen) stark einschränken oder sogar komplett verhindern könnte.   Dr. Gibfried Schenk, Geschäftsführer der FNL, sagte: „Im Rahmen unserer Publikationsreihe ‚Greenfacts‘ haben wir errechnet, dass der Verlust für die deutsche Landwirtschaft ohne Mittel gegen Schädlinge wie Ratten und Mäuse jedes Jahr über 500 Millionen Euro ausmachen würde – so viel wie der Bau von zwei Fußballstadien in Südafrika.“
 
09.03.2010

Gastro-Kritiker Siebeck: „Rettet die Schlachter!“

Wo sind die Familienbetriebe mit Tradition geblieben? Wolfram Siebeck beklagt das Verschwinden der kleinen Metzgereien, berichtet zeit.de.   In ihrer unermüdlichen Fürsorge hat die EU-Kommission eine neue Verordnung erlassen, die unser Leben als Verbraucher wenn nicht verlängern, so doch sicherer machen soll. Sicherheit aber bedeutet für unsere Vertreter in Brüssel bekanntlich Hygiene. Also kämpfen sie für keimfreie Produkte wie aromafreie Würste, schimmelfreien Käse und fettfreien Speck. Nicht aber für chemiefreie Produkte, nein, das beileibe nicht. Dafür sorgen schon die ebenfalls in Brüssel lebenden Lobbyisten.   Hygiene bedeutet nach EU-Norm, dass kein Europäer irgendetwas essen darf, aus dem ein Terrorist eine Bombe basteln oder ein Gourmet Genuss gewinnen könnte. Und um das zu erreichen, gibt es offenbar kein besseres Mittel, als alle Handwerksbetriebe zu schließen oder es jenen, die derartige Bakterienbrutstätten betreiben wollen, besonders schwer zu machen. Denn, sagt sich die EU, handgemachte Produkte sind unhygienisch. Die Verordnung, von der ich spreche, trat im Januar 2010 in Kraft und richtet sich gegen Metzger, die selbst schlachten wollen. Das dürfen sie jetzt nur noch, wenn sie verschärfte Hygieneauflagen erfüllen.   Seit Jahren sind Feinschmecker und andere qualitätsbewusste Verbraucher auf der Suche nach Betrieben, in denen Lebensmittel in kleiner Serie in Handarbeit hergestellt werden. Und lieber kaufen sie ihren Grappa beim Schnapsbrenner im Piemont, wo die Spinnweben dicht wie Gardinen vor den Fenstern hängen, als dass sie den hygienisch abgefüllten Trester eines Markenbrands tränken. So ist es bei den Käsemanufakturen, den Hühnerzüchtern und den Wurstmachern. Ein Familienbetrieb mit Tradition, das wissen anspruchsvolle Esser heute, produziert bessere Waren als die großen Fabriken. Deshalb fahren wir in die tiefste Provinz und suchen Metzger, die noch selbst schlachten. Mit ihnen kann man über die Rasse der Schweine und Rinder reden, sie kennen den Bauern und wissen, dass die Tiere in der freien Natur weiden durften.   Wehmütig erinnert man sich an eine Epoche, in der es solche Metzger noch in jedem Ort gab. Als der Schlachttag noch von einer Nachbarschaft gefeiert wurde, die mithalf beim Auffangen des Blutes, beim Zubereiten des Kesselfleischs und beim Stopfen der Würste. Total unhygienisch, das Ganze. Aber wie viel Lebensfreude entstand dabei, wie viel Verständnis für das Essen als Mittelpunkt unseres Lebens!
 
09.03.2010

Tierschutz in der Schweinehaltung

Seit dem 04.08.2006 ist in Deutschland bundesweit die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung in Kraft. Diese regelt für die einzelnen Tierarten (u.a. Rind, Schwein, Legehennen) die Anforderungen an die Haltung von Nutztieren und setzt damit entsprechende EU-Vorgaben (z.T. maßgeblich für Cross Compliance) wie gefordert in nationales Recht um, berichtet die LWK Niedersachsen.   Einige Anforderungen der Verordnung lassen Raum für Interpretationen oder unterschiedliche Auslegungen bzw. sind im Sinne des Gesetzgebers missverständlich formuliert. Dies führte bei der praktischen Umsetzung bzw. Überprüfung immer wieder zu kontroversen Diskussionen.   Mit dem Ziel, die Vorgaben klarer zu formulieren sowie landesweit eine einheitlichere Umsetzung in der Praxis und bei Überprüfungen zu erreichen, wurden am 23. Feb. 2010 die „Ausführungshinweise zur Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung Abschnitt 5 Anforderungen an die Haltung von Schweinen“ vom niedersächsischem ML (Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung) als Erlass an die zuständigen kommunalen Veterinärbehörden übersandt, so die LWK Niedersachsen.  
 
09.03.2010

MV: Backhaus fordert weiterhin effektive Bejagung von Schwarzwild

Minister gratuliert Landesjagdverband zum 20-jährigen Bestehen
Der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz hat am Freitag auf der  Delegiertenversammlung des Landesjagdverbandes dem Verband zu seinem unmittelbar bevorstehenden 20-jährigen Bestehen gratuliert. "Von Anfang an brachte sich der Landesjagdverband in die Arbeit von Parlament und Landesregierung sachgerecht und fachlich fundiert mit ein, wofür er eine hohe Anerkennung erfuhr", so der Minister. Der Verband habe in der Vergangenheit an wichtigen Entscheidungen im Jagdwesen mitgewirkt, so an der Erarbeitung der Landesjagdgesetze 1992 und 2000, der altersklassenweisen Wildbewirtschaftung, der Schaffung und Stärkung der Hegegemeinschaften, der Bildung und dem Erhalt der Wildschadensausgleichskassen oder der Abschaffung der Jagdsteuer.  Dabei hob der Minister besonders das Engagement des Landesjagdverbandes bei der Bekämpfung der Schweinepest in den Jahren 1993 und 2000 hervor.
Die Schweinepest sei nach vor ein ernst zu nehmendes Thema. Der Minister dankte deshalb den Jägern ausdrücklich  für die Schwarzwildstrecke  im Jagdjahr 2008/2009. Mit   75.866 Stück Schwarzwild konnten die Ergebnisse der Vorjahre deutlich überboten werden. Gegenüber dem Jagdjahr 2007/2008  sei dies sogar eine Steigerung um 30 %. Auch bei anderen Wildarten sei ein höheres Jagdergebnis als im Vorjahr erzielt worden. In diesem Zusammenhang erinnerte er  an ein Maßnahmenpaket für die effektive Schwarzwildbejagung in Mecklenburg-Vorpommern, das Spitzenvertreter des Landesjagdverbandes, des Bauernverbandes, des Arbeitskreises der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden sowie der Landesforstanstalt und der obersten Jagdbehörde gemeinsam geschnürt haben. Auf dessen Umsetzung komme es jetzt besonders an.
Anerkennung zollte der Minister den Jägern auch für ihren Einsatz zum Schutz des Wildes in diesem harten Winter. "Als sich abzeichnete, dass das Wild, allem voran das Rehwild witterungsbedingte Futternot litt, haben die Landkreise in Abstimmung mit ihren jagdlichen Beratern sehr schnell gehandelt. Innerhalb weniger Tage hatten die Landkreise flächendeckend die Notzeit festgelegt. "Ich bedanke mich bei allen Jägerinnen und Jägern für ihren jeweiligen Einsatz zum Schutz des Wildes, die damit ihrer Pflicht nachgekommen sind. Denen, die die Wildschutzmaßnahmen für unnatürlich, unsinnig und kontraproduktiv halten, erteile ich hiermit eine klare Absage", unterstrich der Minister.
In seiner Rede ging er auch auf die Auswirkungen der Landkreisneuordnung auf die Struktur der Wildschadensausgleichskassen ein. "Gemäß   Landesjagdgesetz wird in jedem Landkreis nur eine Kasse gebildet. Dies hätte zur Folge, dass die bestehenden Kassen mit Zusammenlegung von Landkreisen ebenfalls Kraft Gesetzes fusionieren. Vor diesem Hintergrund habe ich vorgeschlagen, den Entwurf des Landkreisneuord­nungs­gesetzes noch einmal zu überarbeiten, was auch im Rahmen der Verbandsbeteiligung gefordert wurde. In Anlehnung an die Regelung zum Erhalt der bisheri­gen gemeinschaftlichen Jagdbezirke bei Gebietsänderungen schlage ich vor, dass auch die Wildschadensausgleichskassen in ihren bisherigen Gebieten bestehen bleiben und eigenständig über eine Fusion entscheiden," so der Minister. Abschließend dankte er nochmals den rund 10.000 Mitgliedern  des Landesjagdverbandes, dem  Präsidenten Dr. Volker Böhning und den weiteren Präsidiumsmitgliedern für die geleistete Arbeit im Interesse der Jagd und des Wildes.
Außerdem fordert Till Backhaus (SPD) die rund 10 000 Jäger im Land zu einer weiterhin effektiven Bejagung der Schwarzwildbestände auf. Die Schweinepest sei nach wie vor ein ernstzunehmendes Thema, sagte Backhaus am Samstag auf der Delegiertenkonferenz des Landesjagdverbands in Klinik an der Müritz. Im vergangenen Jahr waren fast 75 900 Wildschweine erlegt worden. Zugleich dankte der Minister den Hegegemeinschaften für ihr Engagement bei der Notfütterug von Schalenwild während des harten Winters.

Backhaus Till
 
09.03.2010

Putin: „Schickt uns lieber euren Schweinespeck“

Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin zeigt Verständnis für seinen neuen Kollegen Viktor Janukowitsch: Er schätze die ukrainische Instabilität nicht, so Putin – wohl aber das Essen, berichtet thurgauerzeitung.ch.   Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin will aus dem Nachbarland Ukraine lieber Schweinespeck als die dortigen politischen Zustände importieren. Diese ironische Bemerkung äußerte Putin beim Antrittsbesuch des ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch am Freitag in Moskau.   Zuvor hatte Janukowitsch sich über das politische Chaos in seinem Land in den vergangenen Jahren beschwert - worauf Putin einwarf, er könne Instabilität auch nicht leiden. «Schickt uns lieber euer Salo», sagte der Russe, womit er auf die beliebte ukrainische Schweinespeck-Delikatesse anspielte.   Zu früh gratuliert   Putin liess auch eine ironische Bemerkung zu seinen vorschnellen Glückwünschen an Janukowitsch nach der Präsidentenwahl vor fünf Jahren nicht aus. Er sei «wahrscheinlich einer der ersten» gewesen, der ihm noch am Wahlabend im Februar gratuliert hätten, witzelte Putin, so thurgauerzeitung.ch.  

Putin Wladimir