ISN-News
Hier finden Sie weitere Informationen von der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e.V.
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06.09.2010
Güllesperrfrist verschieben
Wie bereits in den vergangenen Jahren bietet die Düngeverordnung den Landwirten die Möglichkeit, die Sperrfrist für die Ausbringung der genannten Dünger zu verschieben, wenn Belange des Boden- und Gewässerschutzes dem nicht entgegenstehen. Die Sperrfrist darf dabei in Ihrer Dauer nicht verkürzt, sondern nur zeitlich verschoben werden.
Interessierte Betriebsleiter, die von der Sperrfristverschiebung Gebrauch machen wollen, können ab sofort den Antrag bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen stellen.
Bekanntlich gilt gemäß Düngeverordnung während der Wintermonate eine Sperrfrist für die Ausbringung von Düngemitteln mit wesentlichem Gehalt an verfügbarem Stickstoff. Dieses Kriterium ist erfüllt, wenn, bezogen auf die Trockenmasse, mehr als 10 % des Gesamt-N-Gehalts als Nitrat oder Ammonium vorliegen. Damit gilt die Sperrfrist für Gülle, Gärreste, Jauche und Geflügelkot, aber auch für N-haltige Mineraldünger und viele Klärschlämme.Die genannten Düngemittel dürfen
auf Ackerland vom 01. November bis 31. Januar undauf Grünland vom 15. November bis 31. Januargenerell nicht ausgebracht werden.
Wie bereits in den vergangenen Jahren bietet die Düngeverordnung den Landwirten jedoch die Möglichkeit, die Sperrfrist für die Ausbringung der genannten Dünger zu verschieben, wenn Belange des Boden- und Gewässerschutzes dem nicht entgegenstehen. Die Sperrfrist darf dabei in Ihrer Dauer nicht verkürzt, sondern nur zeitlich verschoben werden.
Gemäß § 3 Absatz 4 der Düngeverordnung sind Aufbringungszeit und –menge bei Düngemitteln so zu wählen, dass verfügbar werdende Nährstoffe den Pflanzen weitestmöglich zeitgerecht in einer dem Nährstoffbedarf der Pflanze entsprechenden Menge zur Verfügung stehen. In diesem Sinne sollten die Ausbringungstermine für Düngemittel mit wesentlichem Gehalt an verfügbarem Stickstoff möglichst kurz vor Vegetationsbeginn liegen. Allerdings können die Böden, vor allem in feuchten Jahren, vielfach zu diesen Terminen mit der schweren Ausbringungstechnik nicht bzw. nicht ohne Bodendruckschäden befahrbar sein.
Um Nachtfröste zu nutzen kann eine Vorziehung des Sperrfristendes auf den 15. Januar sinnvoll sein, um die genannten Düngemittel bodenschonend ausbringen zu können. Versuchsergebnisse zeigen zudem, dass die Ausnutzung des Güllestickstoffs bei zeitiger Ausbringung Ende Januar häufig besser ist als bei einer späten Ausbringung im Herbst. Auf bewachsenen Flächen entstehen bei diesen Düngungsterminen bis zum Einsetzen der Vegetation keine nennenswerten Stickstoffverluste.
Insofern steht die Verschiebung der Sperrfrist im Einklang mit den Zielen des Bodenschutzes und trägt über eine bestmögliche Stickstoffausnutzung bei nicht vorhandenen Verlustrisiken den Zielen des Gewässerschutzes Rechnung.
06.09.2010
Schweinebestand in Bayern bei 3,5 Millionen Tieren
Endgültiges Ergebnis der repräsentativen Erhebung über Schweinebestände
Nach dem endgültigen Ergebnis der Erhebung über Schweinebestände zum Stichtag 3. Mai 2010 wurden in Bayern rund 3 527 300 Schweine gehalten. Von diesen waren rund 30 Prozent Ferkel und rund 40 Prozent Mastschweine. Wegen der ab diesem Jahr geltenden Erhöhung der Erfassungsgrenzen auf Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen sind Vergleiche mit Ergebnissen vorangegangener Erhebun-gen allenfalls eingeschränkt möglich.
Nach dem endgültigen Ergebnis der Erhebung über Schweinebestände zum Stichtag 3. Mai 2010 wurden in Bayern rund 3 527 300 Schweine gehalten. Von diesen waren, wie das Bay-erische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, 1 037 600 Tiere bzw. 29 Prozent Ferkel. Die Anzahl der Jungschweine lag bei 702 600 Tieren (ca. 20 Prozent). Der Zuchtschweinebestand umfasste 326 100 Tiere (ca. 9 Prozent), darin enthalten sind auch 6 000 Eber zur Zucht. Bei Mastschweinen wurden 1 461 000 Tiere ermittelt; dies entspricht einem Anteil von 41 Prozent am Schweinebestand insgesamt. Die Hälfte der Mastschweine (731 900 Tiere) wurde der Größenklasse zwischen 50 kg bis unter 80 kg Lebendgewicht zugeordnet, gut vier Zehntel (610 700 Tiere) hingegen derjenigen zwischen 80 kg bis unter 110 kg. Mit einem Gewicht von 110 kg oder mehr wurden rund 118 400 Mastschweine ausgewiesen.
Für die halbjährlich stattfindenden Erhebungen über Schweinebestände traf im Mai 2010 erstmals die Erhöhung der Erfassungsgrenze auf Betriebe mit mindestens 50 Schweinen oder 10 Zuchtsauen zu. Diese führt zu einer Entlastung von Haltern kleinerer Schweinebestände. Die mit rund 7 600 Betrieben ausweisbare Halterzahl ist damit allerdings - wie auch die Bestandszahlen - nicht mehr uneingeschränkt mit Ergebnissen aus früheren Erhebungen vergleichbar.
06.09.2010
Niederländischer NVV-Referenzpreis für Schlachtschweine und Ferkel für die 36. KW 2010
Die Interessengemeinschaft der niederländischen Schweinehalter (Nederlandse Vakbond Varkenshouders, NVV) hat den niederländischen Referenzpreis für Schlachtschweine für die 36. KW 2010 auf 1,40 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht festgesetzt. Das ist gegenüber der Vorwoche + 0 Cent und umgerechnet auf den deutschen Markt 1,45 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht.
Dieser Referenzpreis versteht sich als Preis, den niederländische Erzeuger in der folgenden Woche beim Vermarkten ihrer Schlachtschweine erzielen wollen. Er ist ein "Ab-Hof-Preis" und gilt für den Standard von 90 Kilogramm Schlachtgewicht, Typ A bei 56% Muskelfleischanteil (MFA).
Die niederländische Ferkelnotierung hat die NVV für die 36. KW 2010 auf 34,00 Euro festgesetzt. Das ist - 1 Euro gegenüber der Vorwoche. Diese Notierung gilt inkl. Mehrwertsteuer und bezieht sich auf eine 140er Verkaufspartie, 25 kg und mittlere Qualität.
06.09.2010
Niedersachsen: Bürgermeister von Goldenstedt befürchtet Maisanbaus auf bis zu 70 Prozent der Fläche
Einen dringenden Appell, bei der Planung von Biogasanlagen Maß zu halten, hat der Goldenstedter Bürgermeister Willibald Meyer an die Landwirte in der Gemeinde gerichtet. Hintergrund ist der immer größer werdende Flächenbedarf für den Maisbau, meldte die Oldenburgische Volkszeitung.
Während der jüngsten Bauausschusssitzung hatte Meyer erwähnt, dass bereits auf etwa einem Zehntel der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche Mais wachse. „Diese Zahl ist offensichtlich erheblich zu niedrig angesetzt“, sagt Meyer heute. Bei den erwähnten 600 Hektar handele es sich lediglich um den Bedarf der bestehenden Biogasanlagen in der Gemeinde. Geschätzt seien es etwa 1000 Hektar. „In Lutten wird bereits auf rund 45 Prozent der Flächen Mais angebaut“, so Meyer. In seiner ersten Einschätzung habe er nämlich nicht jene Flächen berücksichtigt, auf denen Mais für Biogasanlagen außerhalb der Gemeinde angebaut werden, etwa in Bonrechten oder Langförden. Das seien zusammen mehrere Megawatt.
Eine exakte Zahl gebe es nicht, doch könne man diese über den Verkauf von Saatgut ziemlich gut hochrechnen, so Meyer weiter. „Wenn alle Anlagen, die genehmigt und geplant sind, auch errichtet werden, laufen wir Gefahr, dass auf 70 Prozent unserer Agrarflächen Mais steht.“ Die Situation in der Gemeinde Goldenstedt sei also „schon ziemlich dramatisch“, so der Bürgermeister.
Die Monokultur habe vermutlich nicht nur Auswirkungen auf die Nitratbelastung des Grundwassers, wie jüngste Bodenproben in den Landkreisen Oldenburg und Cloppenburg ergeben hätten, sondern auch auf den Wildbestand. „Wir sollten Biogasanlagen über 0,5 Megawatt nicht leichtfertig genehmigen“, betonte Meyer.
CDU-Ratsmitglied Albert Holtvogt hält nichts von Einzelfallentscheidungen, wie sie im Bauausschuss vorgeschlagen wurden. „Welche Kriterien sollen dann angelegt werden?“, fragt er. Mit dem Hinweis darauf, dass demnächst drei der Biogasanlagen in der Gemeinde von Ratsmitgliedern betrieben werden, plädiert er für eine generelle Regelung.
Bis zur nächsten Ratssitzung werden sich die Fraktionen mit dem Thema befassen.
Quelle: Oldenburgische Volkszeitung
06.09.2010
Gesundheitlicher Verbraucherschutz ist beim BfR in guten Händen
BfR nach DIN EN ISO 9001: 2008 zertifiziert
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist die erste Bundesbehörde, die ein Qualitätsmanagement-System (QM-System) für sämtliche Arbeitsbereiche eingeführt hat, das vom TÜV Nord auditiert und nach der Norm ISO 9001 zertifiziert wurde. Der Vizepräsident des BfR, Professor Dr. Reiner Wittkowski, erhielt heute aus den Händen des TÜV Nord-Vorstands Volker Klosowski die Zertifizierungsurkunde. „Die Zertifizierung gewährleistet eine kontinuierliche und nachvollziehbare Qualitätsoptimierung und macht so transparent, dass der gesundheitliche Verbraucherschutz beim BfR in guten Händen ist“, so Wittkowski bei der Verleihung. Mit dem QM-System dokumentiert das BfR, dass es nationale und internationale Rechtsvorgaben und Normen einhält, über die erforderliche Fachkompetenz für die ihm zugewiesenen Aufgaben und damit hohen wissenschaftlichen Standard verfügt.
Grundlage für die Zertifizierung war ein dreitägiges Audit durch den TÜV Nord, bei dem das BfR die Organisation, Umsetzung und Dokumentation seiner Arbeitsabläufe darlegte. Die Auditoren konnten sich davon überzeugen, dass alle Arbeitsabläufe im BfR für alle Beschäftigten transparent und nachvollziehbar sind. Alle Beschäftigten von der Fachangestellten für Bürokommunikation über die wissenschaftliche Mitarbeiterin im Labor, von der Tierpflegerin bis zum Präsidenten leben das eingeführte QM-System.
Da die Labore des BfR bereits nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert sind, ist das BfR die erste Bundesbehörde, die in allen Arbeitsbereichen nach ISO zertifiziert ist, vom Labor bis zur Verwaltung. Mit dem Zertifikat nach DIN EN ISO 9001:2008 kann sich das Institut nicht nur international mit seinem besonders hohen wissenschaftlichen Qualitätsstandard behaupten, sondern auch dokumentieren, dass die gesamtgesellschaftlich bedeutende Aufgabe des gesundheitlichen Verbraucherschutzes hier in besten Händen ist. Ausführliche Informationen zur Zertifizierung seines QM-Systems hat das BfR auf seiner Internetseite veröffentlicht.
Über das BfR
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.
06.09.2010
Vion GmbH startet Gesundheitsmanagement für Mitarbeiter
Schweinefleisch ist das Produkt der Vion Perleberg GmbH – und so mangelt es in der Kantine auch nie an Deftigem für den großen Hunger. „Die Arbeit ist anstrengend, wir geben das Firmenessen sehr preiswert aus, doch satt werden allein reicht nicht, um gesund zu bleiben“, betonte Betriebsleiter Klaus Voigt gestern zur Eröffnung eines Tages der gesunden Ernährung in dem Perleberger Schlachtbetrieb. Der wurde gemeinsam mit der Perleberger Niederlassung der AOK veranstaltet, meldet maerkische allgemeine.de.
So hatten die 260 Vion-Beschäftigten und rund 200 weitere Mitarbeiter von Service- und Leiharbeitsfirmen auf dem Betriebsgelände im Perleberger Ortsteil Quitzow die Möglichkeit, sich in Flyern und Broschüren umfassend über gesunde Kost zu informieren. Als sachkundige Berater standen Niederlassungsleiterin Anett Krassin, Firmenkundenbetreuer Michael Müller sowie Ernährungsfachfrau Renate Gans zur Verfügung. Letztere war insbesondere gefragt, wenn Prignitz-Apotheker Jens Groschinski bei der Cholesterin-Messung einen zu hohen Wert feststellte.
03.09.2010
Erzeugergemeinschaft Osnabrück wieder erfolgreich mit Qualitätsfleisch
Erzeugergemeinschaft Osnabrück (EGO) setzte 2009 Aufwärtstrend der Vorjahre fort – Vermarktungsmengen stiegen erneut deutlich – Schlachthof wird erweitert
Der Unternehmensverbund der Erzeugergemeinschaft Osnabrück (EGO) gab anlässlich seiner Generalversammlung am 1. September 2010 in Georgsmarienhütte die Bilanzzahlen für das vergangene Jahr bekannt. Die EGO steigerte die Vermarktungsmengen von Ferkeln, Schlachtschweinen und -rindern. Im EGO-Schlachthof wurden im Vergleich zu 2008 rund 6 Prozent mehr Schweine geschlachtet. Der konsolidierte Gesamtumsatz des EGO-Unternehmensverbundes lag bei 125 Mio. Euro. Für 2010 strebt die EGO einen Umsatz von 130 Mio. Euro und 550.000 Schweineschlachtungen an.
„Trotz des zunehmend exportbestimmten Marktes und der allgemeinen Wirtschaftskrise konnten wir uns auch im vierzigsten Jahr unseres Bestehens gut behaupten“, erklärt Rudolf Festag, Geschäftsführer der EGO. Die EGO vermarktete 475.252 Schweine und erhöhte ihren Absatz damit deutlich (+27.070 Stück). Auch die Rinder-Vermarktung konnte mit insgesamt 8.375 Tieren leicht gesteigert werden. Im EGO-Schlachthof wurden im Vorjahr 510.355 Tiere verarbeitet. Die Zahl der Mitgliedbetriebe der EGO stieg von 306 auf 308.
Ausbau des Schlachthofs ab Herbst 2010
„Nach ausgiebiger Planungsphase erwerben wir zunächst ein angrenzendes Grundstück und werden danach den Ausbau des Schlachthofs in Angriff nehmen“, sagte Festag. Die Pläne hierfür stellte er den Mitgliedern, der Presse und weiteren Gästen vor. Die EGO veranschlagt für den Ausbau rund acht bis neun Mio. Euro. Mit der Erweiterung lassen sich alle Prozesse rund um Schlachtung, Lagerung und Versand deutlich moderner und effizienter gestalten. Festag betonte, dass die EGO nach dem Ausbau im Hinblick auf Energieeffizienz und Umweltschonung sehr zukunftsorientiert aufgestellt sein werde. In die Planung wurden neueste Erkenntnisse hinsichtlich des Tierwohls aufgenommen. Mit der Schlachthof-Erweiterung ist eine Kapazität von mehr als 700.000 Schlachtungen pro Jahr möglich. Bewusst setzt die EGO weiterhin auf handwerkliche Verarbeitung. Auch gesellschaftliche Entwicklungen, wie z. B. Nahrungsmittel auf die moralischen Aspekte ihrer Erzeugung hin zu hinterfragen, will die EGO stärker aufgreifen.
Zum Abschluss der Hauptversammlung bestätigten die Mitglieder mit großer Mehrheit Matthias Rehme und Andre Kemmlage in ihren Ämtern im Vorstand sowie Jürgen Hille und Hermann Asshorn als Mitglieder des Aufsichtsrates.
Informationen zum Eichenhof-Fleisch gibt es unter www.eichenhof.net
03.09.2010
Bundesregierung unterstützt Pläne gegen Rohstoff-Spekulation
Die Bundesregierung unterstützt die französische Regierung bei ihren Plänen, missbräuchliche Spekulationen an Rohstoff- und Agrarmärkten einzudämmen, berichtet Dow Jones. Deutschland werde gemeinsam mit Frankreich eine Initiative innerhalb der G-20 zur Begrenzung der Energie- und Rohstoff-Preisschwankungen einbringen, zitierte die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) am Donnerstag aus einem Strategiepapier des Bundeslandwirtschaftsministeriums.
„Nahrungsmittel dürfen nicht Gegenstand reiner Finanzspekulation sein“, heißt es demnach in dem Papier. Es handle sich um eine international zu lösende Aufgabe, diesem
„besorgniserregenden Trend entgegenzuwirken“, zitierte die Zeitung weiter aus dem Papier. Allerdings warne das Ministerium auch vor Schnellschüssen: „Wir sollten nicht in die alten Fehler der staatlichen Marktregulierung zurückfallen.“
03.09.2010
Indien strebt verstärkte Zusammenarbeit mit deutschem Ernährungssektor an
Während seiner Indienreise vom 29. August bis 3. September 2010 unterzeichneten der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Dr. Gerd Müller und der indische Staatssekretär Basu in Neu Delhi eine Deutsch-Indische Vereinbarung zur intensiveren Zusammenarbeit der beiden Staaten in der Land- und Ernährungswirtschaft.
Insbesondere in den Bereichen der Agrarforschung, Landtechnik, Pflanzen- und Tierzucht sowie im Molkereisektor wollen die beiden Staaten verstärkt kooperieren. Die indische Seite strebt zusätzlich noch eine verstärkte Zusammenarbeit mit der deutschen Ernährungsindustrie und dem Saatgutsektor an. "Die politischen Beziehungen zu Indien könnten nicht besser sein", sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Anschluss an die Unterzeichnung der bilateralen Vereinbarung. "Wir sehen in der Zusammenarbeit nicht nur ein immenses wirtschaftliches Potential für beide Seiten, sondern auch die Möglichkeit, mit Indien, einem der wichtigsten Agrarproduzenten der Welt, gemeinsam die Fragen der Sicherung der Welternährung verstärkt aufzugreifen."
Anlass für die Indienreise ist die zweite Sitzung der im November 2008 gegründeten bilateralen Arbeitsgruppe Agrar, die sich sowohl mit agrarpolitischen Fragen, als auch mit Möglichkeiten des Ausbaus der bilateralen Kooperation zwischen Unternehmen der deutschen Agrarwirtschaft und Agrarforschung auseinandersetzt. Dabei wurden gemeinsam mit Mitarbeitern aus dem indischen Landwirtschaftsministerium und dem Ministerium für Ernährungsindustrie der Zentralregierung in Neu Delhi weitere Perspektiven und Möglichkeiten der vertieften Zusammenarbeit in den Bereichen Agrartechnik, Pflanzen- und Tierzucht sowie Milcherzeugung zwischen Deutschland und Indien erörtert.
Müller informierte sich ferner über die Aktivitäten der Vertreter deutscher Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen in Indien und traf im Rahmen einer agrarpolitischen Expertenrunde zum Thema Ernährungssicherung namhafte indische und internationale Experten. Hervorzuheben ist das Gespräch mit Professor Monkombu Swaminathan, der als "Vater der Grünen Revolution in Indien" seit Jahrzehnten maßgeblich an der Ausgestaltung der indischen Landwirtschafts- und Entwicklungspolitik beteiligt ist.
Anlässlich einer Veranstaltung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) im Rahmen des Projektes "Deutsche Küche in Indien" erläuterte der Staatssekretär vor indischen Journalisten die Vielfalt und Vorzüge der deutschen Küche. Der mehrfach ausgezeichnete deutsche Spitzenkoch Simon Tress unterstütze ihn dabei durch eine Auswahl an schwäbischen Spezialitäten.
03.09.2010
NRW: Minister Remmel will gentechnikfreie Landwirtschaft
90 Millionen Euro für Agrarumweltmaßnahmen – Minister Remmel: „Nachhaltige Landwirtschaft ausbauen“ Das Land Nordrhein-Westfalen fördert weiter freiwillige Agrarumweltmaßnahmen von Landwirten. Minister Johannes Remmel sagte: „Unser Ziel ist eine nachhaltige, bäuerliche und gentechnikfreie Landwirtschaft, die auch dem Tierschutz Rechnung trägt. Dabei spielen die Agrarumweltmaßnahmen wie zum Beispiel die Umstellung auf Ökolandbau oder die Anlage von Blühstreifen an Feldrändern eine wichtige Rolle.“ Die neue Landesregierung hat nun sichergestellt, dass alle vorliegenden Anträge bewilligt werden können.
Die Landwirte in Nordrhein-Westfalen stellten zirka 7800 neue Anträge mit einem Volumen von knapp 90 Millionen Euro. Mehr als 3200 Anträge liegen allein für die neuen Maßnahmen Blühstreifen und den Anbau von Zwischenfrüchten vor. 2400 Landwirte beantragten eine Förderung für die Weidehaltung von Milchvieh als Tierschutzmaßnahme.
140 Betriebe in Nordrhein-Westfalen stellen auf ökologische Wirtschaftsweise um und beantragten entsprechende Umstellungshilfen. Damit steigt die Zahl der geförderten Ökobetriebe insgesamt auf rund 1500. „Diese Entwicklung werden wir weiter fördern. Wir möchten die Rahmenbedingungen für die Umstellung auf den Ökolandbau deutlich verbessern. Er ist zentraler Bestandteil unserer Landwirtschaftspolitik“, erklärte Remmel.
Für folgende Maßnahmen konnten Landwirte in Nordrhein-Westfalen einen Förderantrag stellen: Ökologischer Landbau, Grünlandextensivierung, Anbau einer vielfältigen Fruchtfolge, Anlage von Uferrandstreifen, Erhalt vom Aussterben bedrohter Haustierrassen und verschiedene Vertragsnaturschutzmaßnahmen. Erstmals neu angeboten wurden die Förderung der Anlage von Blühstreifen, der Anbau von Zwischenfrüchten in bestimmten Gebieten zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie sowie die Weidehaltung von Milchvieh. Die Agrarumweltmaßnahmen werden jeweils für fünf Jahre bewilligt.
Weitere Informationen zur Förderung der Agrarumweltmaßnahmen in Nordrhein-Westfalen finden Sie
hier.
03.09.2010
Fleischpreis schnellt auf 20-Jahreshoch
Der wachsende Hunger auf Fleisch treibt die Weltmarktpreise auf den höchsten Stand seit 1990, meldet die Finacial Times Deutschland. Angeheizt wird die Entwicklung durch die steigenden Getreidepreise. Die Angst vor einer Wiederholung der Lebensmittelkrise von 2008 nimmt zu.
Fleisch ist so teuer wie seit 20 Jahren nicht: Der von der Uno-Ernährungsorganisation FAO erstellte Preisindex für Fleischprodukte stieg im August auf 139 Punkte, das ist der höchste Stand seit September 1990. Auch die Preise für Getreide, Zucker und Speiseöl gehen nach oben. Der FAO-Preisindex für alle Nahrungsmittel (FFPI) erreichte im August mit 176 Punkten den höchsten Stand in zwei Jahren, als die Lebensmittelkrise zu teils gewaltsamen Protesten in Entwicklungsländern führte.
Der steile Anstieg der Fleischpreise hängt allerdings nicht nur mit der Verteuerung des Futtermittels Getreide zusammen. Auch der wachsende Appetit der aufstrebenden Mittelschichten in Asien und dem Nahen Osten auf Fleisch spiele eine Rolle, sagte der FAO-Experte Pedro Arias der Financial Times. "Die Händler sind nicht in der Lage, diese Nachfrage zu sättigen, weil die Herden verkleinert worden sind." Dies hänge wiederum mit den hohen Futtermittelkosten zusammen.
Quelle: ftd.de
02.09.2010
Auktionsergebnisse der Internet Schweinebörse vom 01.09.2010 - 1,46 € - Tendenz: unverändert
Bei der Auktion der Internet Schweinebörse am Mittwoch, dem 01. September 2010, wurden von insgesamt 530 angebotenen Schweinen 530 Schweine in 3 Partien zu einem Durchschnittspreis von 1,46 EUR/kg SG in einer Spanne von 1,45 EUR bis 1,46 EUR verkauft.